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Der sanfte Weg

Kräftig zuschlagen - die Idee ist zu verlockend? Kluge „Argumente” treffen anders und wirken besser.

Mentales Judo

Mache Waffen klug und gut stumpf.
Ausrasten. Niedermachen. Verletzen. Vorführen. Ausnutzen. Fordern. Mobben. Drohen. Strafen. Reizen. Provozieren. Rumschreien. Anschweigen. Nur eine kleine Auswahl, Du kennst vermutlich noch mehr.

Ein weit verbreitetes Gesellschaftsspiel. Da gehören immer zwei zu: Einer, der es macht und einer, der es mit sich machen lässt. Ob jung oder alt, oben oder unten, allein oder als Gruppe - jeder kann es mit jedem spielen und viele tun es. Fast jeder von uns ist mal Täter und mal Opfer. Das „Spiel” spielen wir bewusst und unbewusst, mit und ohne Absicht. Es ist unser gelerntes und antrainiertes Verhalten.

Es geht um Macht, Dominanz, Kontrolle ... häufig völlig sinnfrei und mit üblen Auswirkungen.

Spielchen spielen erfolgt aus den unterschiedlichsten Gründen wie z. B. Angst, Gewohnheit, Selbstschutz, Hilflosigkeit oder Gedankenlosigkeit. Dahinter steht letztlich zumeist ein mangelndes Selbstwertgefühl. Das wiederum basiert auf dem eigenen Bauchgefühl. Dies gilt es zu stärken - auf beiden Seiten!

Du musst mit Deinem Part, bei Dir selbst anfangen. Alles beginnt in Dir. Nirgendwo sonst.

Judo ist japanisch und heißt „Der sanfte Weg”. So wird es gemacht: Einfach lächelnd einen Schritt beiseite treten und den Angreifer voll ins Leere laufen lassen, ihm obendrein ein schöneres Angebot machen. Selbst der sturste Angreifer wird schon bald die Sinnlosigkeit seines Treibens einsehen. Seine Waffe ist nun stumpf geworden. Also lässt er es: Erster Etappensieg, Ruhe an der Front. Auf einmal entstehen Freiräume, die wir mit schönen Angeboten richtig und gut ausfüllen können. Jeder genießt lieber statt zu kämpfen!

Bsp. 1: Familie

Tipp: Von Anfang an nicht mitspielen.
Tochter Jana fing so mit 13 auf einmal an, rumzuzicken, laut zu werden, Türen zu knallen. Hatte sie wohl irgendwo erlebt und daraus gelernt, dass man sich auf die Tour auch durchsetzen kann. Nicht schön, aber erfolgreich. Janas Papa reagierte immer gleich: „Jana, auf so einen Mist habe ich keinen Bock. Gehe jetzt bitte einfach aus dem Zimmer und mache die Tür hinter Dir zu - leise bitte! Wenn Du wieder normal bist, darfst Du wieder reinkommen, da freue ich mich. Wir zwei können dann ja 'ne Runde kuscheln und in Ruhe darüber reden.” Ein einfacher und erfolgreicher Lernprozess, das Rumgezicke war bald erledigt. Janas Papa war stets entspannt, auch bei ihrem vernichtenden Urteil: „Du bist doof!” Kleine Rückzugsgefechte gehören dazu. Schwamm drüber und nicht nachtragend sein. Der Weg war simpel und gut, Ziel erreicht.

Bsp. 2: Fachberatung

Tipp: Erstmal einfach ausreden lassen.
Im Geschäft sitzt Britta (Ende 40) vor Rebecca (Mitte 20), möchte eine neue Brille und lässt sich ausführlich von Rebecca beraten. Gleich zu Beginn erklärt Britta: „Ich habe zwar keinen Doktortitel, aber ich bin Ärztin!” Rebecca lächelt freundlich und fährt mit ihrer hochkompetenten Fachberatung fort. Diese wird - egal, was Rebecca sagt oder tut - laufend von Britta unterbrochen, sie belehrt Rebecca. Die ist und bleibt wie immer superfreundlich und zugewandt. Zum Schluss bestellt Britta ihre neue Brille und erhält zum Abschied - wie jeder Neukunde - eine von Rebeccas Visitenkarten. „Oh ..., Sie sind Augenoptikermeisterin? Das konnte ich nicht wissen!” „Ja, schon über 7 Jahre.” Britta: „Dann müssen Sie ja sehr klug und fleißig sein und kennen sich fachlich besser aus als ich.” „Alles gut, gar kein Problem. Wir zwei haben gemeinsam die optimale Brille für Sie ausgesucht, lief doch prima. Es hat mir Freude gemacht, Sie kennenzulernen. Sie sind ok.”

Bsp. 3: Jahresurlaub

Tipp: STOP-Signal setzen, klug handeln.
Katarina wollte mit ihrem Gatten vier Wochen in Urlaub fahren. Paul ist ganz ok, aber manchmal tickt er aus, benimmt sich verletzend und respektlos. Ich gab Katarina ein paar konkrete Tipps mit auf den Weg, die sie umsetzte. Gleich zu Beginn des Urlaubs erklärte sie ihm: „Ich wünsche mir, dass wir zwei gemeinsam einen wunderschönen Urlaub verbringen. Das wünsche ich uns wirklich. Ich werde mich nicht rumärgern, sondern gut erholen.” Glasklare Ansage. Wenn Paul austickte, lächelte Katarina ihn an und sagte nur: „Ich habe Dich auch lieb.” Jedesmal und konsequent. Danach drehte sie sich auf dem Absatz um und ging weg, machte es sich alleine schön und genoss ihre Zeit. Später erzählte sie Paul dann sehr freundlich und einladend, was sie alles erlebt und gesehen hatte - ohne ein Wort über sein rüdes Benehmen. Nach ihrem Urlaub berichtete Katarina: „Paul hatte zwei oder drei Tobsuchtsanfälle, danach war er ausnehmend friedlich.”

Was passiert da eigentlich?

Dein Gegenüber spielt mit Dir seine Machtspielchen. Warum auch immer, es gibt viele Gründe: Mangelndes Selbstwertgefühl, Unsicherheit, Unzufriedenheit, Hilflosigkeit, Gewohnheit, Ausnutzung usw. usf.

Diese Menschen haben einige offensichtliche Schwachpunkte, die Du kinderleicht erkennst:

  • Sie werten Menschen und Dinge. Hart, ständig und mit dem Anspruch von Sicherheit.
  • Sie definieren sich zu gerne über Dritte, die sie - warum auch immer - hoch bewerten.
  • Sie versuchen, Dir ihre Wertungen als absolute oder „sichere” Wahrheiten anzudrehen.
  • Sie hinterfragen Deine Aussagen laufend mit „wenn” und „aber”, leugnen Realitäten.
  • Sie schweigen oder sind beleidigt, wenn Du zu locker und klar mit ihrer „Show” umgehst.
  • Sie werden unsicher oder konfrontativ, wenn Du konkret wirst, nachfragst, widersprichst.
  • Sie unterstellen Dir ihre eigenen Verhaltensweisen, verallgemeinern, „weil alle so sind.”
  • Sie erklären sich selbst gerne für absolut unverzichtbar, allmächtig, allwissend etc.
  • Sie haben die Weisheit mit Löffeln gefressen, geben mit punktuellem Wissen an.
  • Sie sind respektlos / geringschätzig anderen gegenüber, wollen sich durchsetzen.
  • Sie fühlen sich im Wettstreit mit Dir, wollen Dich dominieren, übertrumpfen.

Kleine, alltägliche Aussagen:

  • Alle Verkäuferinnen - Hessen - Blonden - Chinesen sind doof, ... und faul.
  • Ich kennen einen Professor, der einen Millionär kennt, der eine Jacht in ... hat.
  • Warum sollte ich ... (etwas tun)? Das bringt doch nichts, unsere Politiker ... bla.
  • Ich habe heute erstmal meine Sekretärin niedergemacht. Der Rock war zu kurz.
  • Ohne mich wärst Du, unsere Firma - Familie - Verein doch ein Nichts.
  • Ich habe den ...-Abschluss. Wer den nicht hat, kann gar nicht mitreden.
  • Meine Familie ist Deiner turmhoch überlegen. Wir sind gebildet, wir haben Klasse.
  • Wir können ja mal eine Runde Schach, Laufen, Biertrinken, ... Ich mache Dich fertig!
  • Lerne Du erstmal ordentlich ..., bevor wir uns weiter unterhalten.

Diese Menschen outen sich selbst. Indem sie sind, wie sie sind. Sie haben das nötig. Sie sind zumeist nur Scheinriesen, die mit ihrem offensiven Stil ihre fundamentalen Schwächen und Unsicherheiten zu verbergen suchen. Wenn Du das verstanden hast, kannst Du entspannt damit umgehen. Solche Menschen sind nach all meinen Erfahrungen nicht bösartig, sondern nur „etwas” unsicher. Sie selbst möchten gerne anders sein und trauen sich nicht - weil sie (wieder) verletzt werden könnten. Davor haben sie diffuse oder konkrete Ängste, die man ihnen mit ein bisschen Geduld einfach, richtig und gut nehmen kann. Es lohnt sich!

Menschen, die es wirklich drauf haben, selbstsicher und bei sich sind, tun so etwas nicht, sie verletzen auch niemanden bewusst. Sie kommen häufig nicht einmal auf die Idee, es zu tun. Wozu? Ganz im Gegenteil, sie nehmen sich auch mal zurück, wenn es die Situation oder ihr Gegenüber erfordert. Bescheidenheit ist ihnen nicht fremd. Das bedeutet nicht, dass sie sich alles gefallen lassen - ganz im Gegenteil.

Warum passiert das mir?

Das hängt zumeist mit Deinem eigenen Bauchgefühl und Selbstwertgefühl zusammen, können erlernte Muster, Automatismen, falsches Handeln, Ängste, Gefühle, langjährig eingeschliffene Spiralen etc. sein. Du kannst auch ein Opfer Deines eigenen Denkens und Tuns sein: Handeln hat Konsequenzen, Nichthandeln auch. Dieses bedeutet nicht, dass das so bleiben muss. Du trägst stets eine ca. 50%-ige Mitschuld, weil und solange Du bei diesem Mist mitspielst. Wenn es Dir nicht gut tut, lass es einfach sein.

Was kann ich dagegen tun?

Sei klug und gelassen, ruhig und geduldig. Vieles wurde meist über Jahre aufgebaut, das änderst Du nicht im Handumdrehen. Höre auf, Spielchen zu spielen, die Menschen verletzen könnten. Lasse es einfach sein. Du hast das nicht nötig! Sei einfach Du und biete besseres an. Warum? Weil Du es kannst.

Du musst deswegen nichts entscheiden (z. B. Partner/in verlassen), das ist eine ganz andere Baustelle. Du tust einfach, was Dir gut tut. Das darf auch „nur” weniger Leid sein - ein guter Anfang.

Klar ist doch: Niemand will verletzt werden, auch Dein Gegenüber nicht. Nutze diese Tatsache für Dich, spiele keine Spielchen. Dann kannst Du nicht verlieren, sondern nur dazugewinnen. Vielleicht unterliegst Du noch in einem Scharmützel, das kann passieren und ist nicht schlimm. Die Schlacht aber verlierst Du nicht. Du hast die besseren Waffen und Argumente, weil Du „einfach so” ein Grundbedürfnis richtig und gut bedienst. Jeder Mensch braucht Respekt, Zuwendung usw., niemand will ein A****loch sein oder kommt als solches auf die Welt. Ein schlechtes Verhalten Deines Gegenübers zeigt letztlich nur dessen geringes Selbstwertgefühl und den Selbstschutzmechanismus: „Bevor ich verletzt werde, verletze ich lieber selber.”

Indem Du Angriffe entspannt ins Leere laufen lässt und gleichzeitig klar zu verstehen gibst: „Du hast echte Macken, aber für mich bist Du voll ok, ich mag Dich!”, entwaffnest Du Dein Gegenüber vollständig und bist obendrein der Mensch, der ihm liefert, was er sich so wünscht: Respekt, Annahme, Zuwendung etc. Das einfache und kluge Handlungsprinzip kannst Du Dir problemlos auf Deine speziellen Lebenssituationen übertragen. Du wirst erstaunt sein, wie gut es tatsächlich funktioniert und wirkt.

Schonmal probiert? Eine gute Antwort auf Anmotzen in der Familie ist: „Ich habe Dich auch lieb.” Je nach Situation gut und klug auszubauen mit einem lächelnden „Komm her, dann drück ich Dich erstmal.”

Meine häufige Lebenserfahrung ist: Menschen, die sich woanders gerne schlicht unmöglich verhalten, sind mir persönlich gegenüber stets vorbildlich, freundlich und offen. Sie bekommen von mir, was sie sich im Grunde ihres Herzens wünschen, was jeder sich wünscht. Darum verhalten sie sich entsprechend. Sie belohnen sich dadurch und auch ich bekomme meine emotionalen Bonbons. Einer muss halt den Anfang machen, der Rest ist zumeist ein Kinderspiel und es wird jeden Tag einfacher, besser und schöner. Übungssache.

Das funktioniert auch im Beruf. Geschäfte werden von Mensch zu Mensch gemacht. Wer Kollegen, Kunden, Mitarbeiter etc. emotional „knutscht”, wird von ihnen dafür geschätzt und erlebt entspanntere Menschen. Sinnlose Energie- und Zeitverschwendung entfällt, alle fühlen sich besser und das wirkt sich enorm aus.

Im simplen Tun liegt der Erfolg.

Einer muss einfach damit anfangen, mit dem Spielchen spielen aufzuhören. Das ist alles.

Starke Bedenken? Das glaubst Du nicht? Tue es! Die ganzen „wenn” und „aber” lösen sich schnell in Luft auf, viele Ängste fallen einfach von Dir ab. Warum? Weil das fette „Boah eyh!” im Bauch bärenstark macht. Beim „mentalen Judo” gibt es nur Gewinner. Das ist der Kniff dabei und macht es so erfolgreich.

Fange in einem für Dich einfachen Bereich damit an, übe es, spiele da konsequent keine Spielchen mehr. Du wirst Bauklötze staunen, was auf einmal alles möglich ist. Da geschehen real kleine und große Wunder! Es ist wirklich kinderleicht, richtig und gut und es wird Dir sehr gefallen. Mache alles so gut Du kannst, gebe Dir alle Mühe und beobachte, was passiert. Freue Dich über Deine Erfolge und genieße sie. Danach gehe weiter, z. B. von der Familie in den Job. Es funktioniert immer gleich, fange klein an und baue auf. Das Judo-Prinzip wirst Du rasch verinnerlichen, viel entspannter und gelassener sein, mehr Freude am Leben haben.

Bleibe einfach ruhig und freundlich, geduldig und zugewandt. Du gewinnst.

 

Mentales Judo

Sanft und effektiv.

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L(I)EBE DEIN LEBEN.

Menschen machen es sich im Miteinander gerne unnötig schwer. Da können ein paar frische Ideen, schlichte Wahrheiten und Praxistipps Wunder bewirken. Es lohnt sich - für alle Beteiligten.

Konkrete Lebensberatung und Lebenspraxis - selten gut.

Mir sind Menschen wichtig. Das spüren sie, fühlen sich angenommen, verstanden, sicher, frei und wohl. Online und persönlich sind meine Beratungen im Wortsinne grundlegend, bewusst, pragmatisch und ausnehmend gut. Du bist voll ok - so, wie Du eben bist.

Ob 15 oder 75, ChefIn, MitarbeiterIn, Familie, Job, Partnerschaft, Freundschaft, Unternehmen, Du selbst ... Im Prinzip drehen alle an ähnlichen Rädern, leiden an (Aus)Wirkungen und sehen kaum gute Wege. Ich zeige sie Dir, konkret und Dir zugewandt. Du wirst kleine und große Wunder erleben, dank viel Knowhow und über 40 Jahren Praxiserfahrung im Umgang mit Menschen aller Art. Dahinter steht ein pralles, oft beinhartes Leben und „so einen” wie mich findest Du nur sehr selten. DU hast mich gefunden und das tut Dir gut.

Konkret, klug und einfach das Richtige gut tun. Es wirkt.

Gutes ist einfach einfach, wenn wir es nur klug und richtig tun. Das ist überaus positiv und MYPOS.DE berichtet davon. Hier werden Dir eigene, wahre Erlebnisse erzählt und reflektiert, Dinge auf den Punkt gebracht. Locker, pragmatisch und handlungsorientiert. Immer mit einem warmherzigen Lächeln für Dich, denn Du bist voll ok!

Gehen wir Deinen guten Weg: JEDE und JEDER kann es!

Du musst nicht perfekt werden, um fantastisch zu sein - Du musst es wollen. Darauf kommt es an, alles beginnt in Dir selbst. Gutes ist einfach einfach. Das ist so, damit liegst Du stets weit vorne. Dein Umfeld ändert sich mit Dir, Du wirst staunen. Ich helfe Dir.

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