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Scheinriesen

Scheinriesen sind nur so lange riesig, wie wir selbst daran glauben, sie es sein lassen.

Größe und Macht

Eine Frage unserer Wahrnehmung.
Vermutlich kennst Du den netten Scheinriesen Herrn Tur Tur aus dem bekannten Kinderbuch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer”. Herr Tur Tur war ein Einzelfall, heutzutage gibt es Scheinriesen zuhauf und fast überall treffen wir auf sie. Es ist ein gesellschaftliches Phänomen, das bei einer genaueren Betrachtung nicht verwundert. Es ist einfacher geworden, sich als „riesig” zu präsentieren. Gleichzeitig mangelt es - so meine persönliche Wahrnehmung - häufig an der Wertschätzung, dem Respekt für das Gegenüber, den Menschen. Man schlägt und tritt eher, öfter und härter zu, mit Worten und Taten. Viele schauen zu und/oder weg.

Die Größenwahrnehmung bei einem Scheinriesen ist genau anders herum als normal: Je weiter weg er ist, desto größer erscheint er, erschreckt Menschen. In Wirklichkeit ist ein Scheinriese harmlos, darum heißt er auch so - er ist nur scheinbar riesig. Wenn man mal genauer hinschaut, bleibt nicht viel übrig und meistens erkennen wir rasch: „Große Klappe, nichts dahinter.” Oft nur heiße Luft.

Viele unserer Probleme in der Lebenspraxis sind nur Scheinriesen, z. B.

  • Anstehende, umfangreiche Aufgaben
  • Machtverhältnisse in der Partnerschaft
  • Großspurige Kollegen/Führungskräfte im Job
  • Selbsternannte Meinungsführer in sozialen Medien

und manche(s) mehr.

 

Wir empfinden Ängste, sind mutlos.
Gegen so einen/etwas komme ich nicht an, er/es ist zu groß, zu mächtig, zu stark, zu leistungsfähig, zu wichtig, zu anspruchsvoll, zu ... für mich. Das fühlen wir, empfinden und glauben es. Es ist unsere eigene, ganz persönliche Wahrnehmung, unsere eigene Realität. Wir unterliegen einem Denkfehler, weil es meist nicht die tatsächliche Realität ist. Wir glauben uns unterlegen.

Was tun wir? Gar nichts. Wir verharren im Stillstand - es erscheint uns aussichtslos und deshalb sinnlos, anzufangen und irgend etwas zu tun. Vielleicht lähmen uns auch unsere Ängste, ein beliebtes Verhalten in Partnerschaften oder im Job. Ich habe - aus welchen Gründen auch immer - Angst vor einem anderen Menschen. Bevor ich da was falsch mache und evtl. dafür - in welcher Form auch immer - bestraft werde, leiden könnte, mache ich lieber gar nichts. Mein Verhalten verfestigt sich, wird zu einem Automatismus. Sobald ich an diesen Menschen (z. B. bzgl. einer bestimmten Situation) denke, fühle ich mich schlecht und schwach, denke ich auch so: „Ich habe keine Chance.” Dies passiert, weil unser Körper automatisch mit einem passenden Chemiecocktail reagiert. Unser Körper ist dann der Boss! Er schüttet Chemie aus, die unser Fühlen und damit unser Denken steuert. Es ist wichtig, das zu verstehen. Du denkst und fühlst nicht mehr selbst, sondern bist schlicht von Deinem eigenen Körper chemiegesteuert.

So fühlst oder empfindest Du eine Situation. Das bedeutet NICHT, dass sie tatsächlich so ist.


Showtime: Oft mehr Schein als Sein.
Im Beruf, in der Familie, in sozialen Netzwerken etc. neigen Menschen dazu, sich selbst größer und wichtiger zu machen, als sie tatsächlich sind. Sie gestalten ein eigenes Bild von sich und das präsentieren sie uns. Sie plustern sich auf, leiten aus diesem ihren Selbstbildnis Größe, Ansprüche, Macht, Entscheidungsbefugnisse, Führungsansprüche uvm. ab. Sie behaupten es. Je weiter Selbstbild und Wirklichkeit auseinanderklaffen, umso mehr leidet die Kommunikation, es wird schwieriger. Warum? Wenn solch ein Mensch keine guten Argumente hat, z. B. weil er schlicht unverschämt oder ahnungslos ist, versucht er es offensiv mit Druck, mit Verletzungen etc., er wird unsachlich und authentisch ist er dann schon lange nicht mehr. Er versucht nur, seine Fassade aufrecht zu erhalten und seine Interessen durchzusetzen - mit allen Mitteln.

Immer wieder erlebe ich es in Firmen, dass sich Personen offensiv Prädikate anheften, über sich sagen: „Ich bin kompetent, erfolgreich, innovativ, richtungsgebend, ..., der Beste.” Ob diese Sicht einem Realitätscheck standhält, ist leicht zu erfahren: Wie sehen das die Kollegen, Mitarbeiter, Chef/in? Anspruch und Wirklichkeit laufen da manchmal weit auseinander. In Familie, Partnerschaft etc. ist das ebenso.

Merke: Etwas wird nicht alleine dadurch wahr, dass jemand es behauptet oder Du es glaubst.


Hinschauen und erkennen, losgehen.
Du hast irgendein „Riesenproblem” im Miteinander von Menschen, fühlst Dich unterlegen, leidest evtl. schon länger darunter? Wie sollte es sein, damit es gut und ok ist? Grundsätzlich ist es immer hilfreich, mit einem unbeteiligten Dritten darüber zu reden, dem Du vertrauen kannst. Dabei artikuliere Deine Ängste, schon das Aussprechen ist wichtig und nimmt ihnen Kraft, weil Du nun empfindest: „Ich bin nicht (mehr) alleine.” Das macht Dich zuversichtlich und stärker, zudem wird Dir beim Erzählen manches bewusster.

Im nächsten Schritt diskutiere die Situation und analysiere Deine Ängste. Was sind Fakten und was ist Gefühl? Was steht eigentlich dahinter? Meistens sind es reine Machtspielchen. Die funktionieren, weil Du mitspielst. Jemand macht es mit Dir, schlicht weil Du es mit Dir machen lässt. Das zu erkennen ist nicht unbedingt lustig, aber wichtig.

Du kennst nun Deine aktuelle Position und weißt, wohin Du gerne möchtest. Du kennst Dein Ziel. Viele Wege führen von A nach B. Finde und plane den Weg, der für Dich einfach, richtig und gut ist und Dich selbst wirklich voran bringt, Dich selbst stärker und selbstbewusster macht. Vermutlich wird er Dir Angst bereiten, weil sich ja etwas ändern wird und Du unsicher bist. In Partnerschaften heißt das oft „geliebter Feind” - da weiß ich wenigstens, woran ich bin. Dein „geliebter Feind” findet die Situation vermutlich auch nicht gut, hat selbst Ängste vor Offenheit und Nähe, ist seiner selbst unsicher. Wähle einen guten Weg und Du hilfst auch ihm. Das gilt auch im Job. Viele doofe Verhaltensweisen basieren schlichtweg auf Unsicherheiten. Was immer hilft ist: Unvoreingenommen, klar und offen miteinander darüber reden besseres anbieten.

Soweit alles klar? Gehe los. Mach den ersten Schritt. Das ist der wichtigste Schritt und erfordert ein wenig Mut von Dir. Du wirst schnell feststellen, dass alles halb so wild ist und es mit jedem Schritt besser, einfacher und leichter wird. Dein Scheinriese wird immer kleiner und kleiner und ungefährlicher. Wenn Du das erkannt hast, ist der Rest ein Klacks. Entscheidend ist, dass Du den ersten, den wichtigsten Schritt machst!!!

Scheinriesen sind harmlos. Wenn Du das erkannt hast, wirst Du sehr entspannt mit ihnen umgehen können und beim nächsten Scheinriesen gleich einen guten Weg wissen, ihn auf Normalmaß zu bringen. Wichtig ist, dass Du auf Scheinriesen einfach, locker und mutig zugehst. Sie verlieren ihre Macht über Dich.

Tipp: Stelle W-Fragen (warum, wo steht das, ...), die beste von allen lautet: „Warum?” Oft kannst Du mit diesem kleinen Fragewort den ganzen blanken Unfug klar und deutlich offenbaren. „Weil ich das so sage / will.” ist ja wohl eine selbstentlarvende, selten dämliche Antwort auf Deine kleine Rückfrage.


Praxisbeispiel: Verletzungen.
Katarina erzählte mir von ihrem Gatten Paul, der immer wieder mal austickt, sich respektlos und verletzend ihr gegenüber verhält. Sie leidet darunter und ihre Ehe natürlich auch. Als kluge, gebildete und erfolgreiche Chefin hat Katarina ihr Unternehmen im Griff. Ihren Paul eher nicht. Paul fühlt sich Katarina weit überlegen und zeigt ihr das durch sein Verhalten, ein stichhaltiger Grund für seine postulierte Überlegenheit existiert nicht. Ein typischer Scheinriese, wie sich im Gespräch schon bald herausstellte.

Katarina wollte mit ihrem Gatten vier Wochen in Urlaub fahren und hatte Bedenken. Mein Rat: STOP-Signal setzen, klug handeln. Ich gab Katarina ein paar konkrete Tipps mit auf den Weg, die sie umsetzte. Gleich zu Beginn des Urlaubs erklärte sie ihm: „Ich wünsche mir, dass wir zwei gemeinsam einen wunderschönen Urlaub verbringen. Das wünsche ich uns wirklich. Ich werde mich nicht rumärgern, sondern gut erholen.” Glasklare Ansage. Wenn Paul austickte, lächelte Katarina ihn an und sagte nur: „Ich habe Dich auch lieb.” Jedesmal und konsequent. Danach drehte sie sich auf dem Absatz um und ging weg, machte es sich alleine schön und genoss ihre Zeit. Später erzählte sie Paul dann sehr freundlich und einladend, was sie alles erlebt und gesehen hatte - ohne ein Wort über sein rüdes Benehmen. Nach ihrem Urlaub berichtete Katarina: „Paul hatte zwei oder drei Tobsuchtsanfälle, danach war er ausnehmend friedlich.”

Lächeln ist häufig sehr hilfreich! Vor allem, wenn es nicht erwartet wird. Katarina hat mit einem kleinen Kniff ihren Scheinriesen im Handumdrehen auf Normalmaß gebracht, ihm die Luft rausgelassen. Sie nimmt ihn nun realistischer wahr. Damit sind noch längst nicht alle Probleme der beiden behoben, aber der Anfang war gut, macht Katarina Mut und entspannt sie. Sie weiß nun, was ein Scheinriese ist: Harmlos.

Dies Beispiel ist aus dem Artikel über mentales Judo - bei Scheinriesen häufig hilfreich.
Der sanfte Weg


Mein Rat: Habe Mut zur Realität.
Grundsätzlich empfehle ich Dir, Selbstdarstellungen irgendwelcher Menschen einfach ruhig anzuhören (reden lassen) und dann alles ebenso ruhig mal mit gesundem Menschenverstand zu hinterfragen. Mit ein bisschen Übung erkennst Du die „Luftpumpen” zuverlässig und schnell. Sie selbst outen sich häufig dadurch, dass sie hart und schnell werten - weil sie es nötig haben. Scheinriesen sind meist leicht zu erkennen.

Scheinriesen bewegen sich auf einer vorgezeichneten Verliererstraße, weil sie von unserem Glauben an ihre Selbstdarstellung abhängig sind. Sie wissen und spüren das. Sie haben z. B. Ängste vor Kontrollverlust oder Wahrheiten. Und darum sind sie so, wie sie sind. Ängste, die Du nicht haben musst oder willst. Scheinriesen sind meiner Erfahrung nach selten bösartige, aber sehr unsichere Menschen. Ich spreche sie offen und direkt darauf an, sage ihnen: „Hey, Du bist doch ok so, wie Du bist. Also lass diesen albernen Quatsch einfach sein. Das haben wir zwei doch gar nicht nötig. Alles gut.” Ich lerne dann oft liebenswürdige Menschen kennen, die sich wirklich darüber freuen, dass sie jemand - einfach so, wie sie sind - nimmt und wertschätzt.

Wenn Du einem Scheinriesen begegnest, gehe einfach entspannt auf ihn zu. Schritt für Schritt, er wird immer kleiner werden. Ob das ein Riesenhaufen Arbeit ist oder ein Mensch. Jeder Scheinriese, den Du erfolgreich in wirklicher Größe erlebt hast, macht Dich ruhiger, lockerer, stärker und selbstbewusster. Wenn Dein Partner ein Scheinriese ist, bringe ihn zuerst für Dich auf Normalmaß und danach auf einen gemeinsamen guten Weg, auf dem er keine Ängste haben muss. Er wird es genießen, weil es das ist, was er sich wünscht.

Scheinriesen haben nur so lange Macht, wie Du selbst das glaubst. Sie sind in aller Regel schwach oder feige, outen sich mit ihrem Getue selbst, sind meist harmlos und fast immer kinderleicht zu entzaubern.

Sei authentisch und bleibe nahe bei Deinen Realitäten. Du bist voll ok, so wie Du eben bist. Sei Du selbst. Einfach, richtig und gut, damit beeindruckst Du die Menschen zweifellos am allermeisten.

 

Ich habe Dich auch lieb.

Entwaffnet viele Scheinriesen.

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L(I)EBE DEIN LEBEN.

Menschen machen es sich im Miteinander gerne unnötig schwer. Da können ein paar frische Ideen, schlichte Wahrheiten und Praxistipps Wunder bewirken. Es lohnt sich - für alle Beteiligten.

Konkrete Lebensberatung und Lebenspraxis - selten gut.

Mir sind Menschen wichtig. Das spüren sie, fühlen sich angenommen, verstanden, sicher, frei und wohl. Online und persönlich sind meine Beratungen im Wortsinne grundlegend, bewusst, pragmatisch und ausnehmend gut. Du bist voll ok - so, wie Du eben bist.

Ob 15 oder 75, ChefIn, MitarbeiterIn, Familie, Job, Partnerschaft, Freundschaft, Unternehmen, Du selbst ... Im Prinzip drehen alle an ähnlichen Rädern, leiden an (Aus)Wirkungen und sehen kaum gute Wege. Ich zeige sie Dir, konkret und Dir zugewandt. Du wirst kleine und große Wunder erleben, dank viel Knowhow und über 40 Jahren Praxiserfahrung im Umgang mit Menschen aller Art. Dahinter steht ein pralles, oft beinhartes Leben und „so einen” wie mich findest Du nur sehr selten. DU hast mich gefunden und das tut Dir gut.

Konkret, klug und einfach das Richtige gut tun. Es wirkt.

Gutes ist einfach einfach, wenn wir es nur klug und richtig tun. Das ist überaus positiv und MYPOS.DE berichtet davon. Hier werden Dir eigene, wahre Erlebnisse erzählt und reflektiert, Dinge auf den Punkt gebracht. Locker, pragmatisch und handlungsorientiert. Immer mit einem warmherzigen Lächeln für Dich, denn Du bist voll ok!

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Du musst nicht perfekt werden, um fantastisch zu sein - Du musst es wollen. Darauf kommt es an, alles beginnt in Dir selbst. Gutes ist einfach einfach. Das ist so, damit liegst Du stets weit vorne. Dein Umfeld ändert sich mit Dir, Du wirst staunen. Ich helfe Dir.

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